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Konferenz "bio:cap" in Berlin
Auf der "bio:cap" in Berlin sollen Forschende, Start-ups und Investoren aus der internationalen Life-Science-Szene zusammenkommen. Die Konferenz, die vom 9. bis 11. Juni 2026 im CityCube Berlin stattfindet, versteht sich als "Life-Science & AI Investival" – eine Mischung aus Investorenkonferenz, Innovationsplattform und Wissenschaftstreffen.
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist eine der treibenden Kräfte hinter der Veranstaltung. Sie hat das neue Konferenzformat gemeinsam mit dem Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), der Messe Berlin und dem Hasso-Plattner-Institut ins Leben gerufen und wirkt prägend an der inhaltlichen Ausrichtung und Programmgestaltung mit. Ziel der Veranstaltung ist es, Brücken zu schlagen: zwischen Forschung und Praxis, zwischen Start-ups und Kapitalgebern, zwischen Visionen und ihrer Umsetzung. Im Fokus stehen drängende Fragen der biomedizinischen Forschung und Gesundheitswirtschaft: Wie beschleunigt KI die Entwicklung neuer Therapien? Welche Technologien revolutionieren die Diagnostik? Und wie gelingt der Transfer von Erkenntnissen aus dem Labor in die klinische Anwendung?
Konferenzthemen
Die Panels und Keynotes beschäftigen sich vorwiegend mit der steigenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz in Forschung und Wirkstoffentwicklung und mit neuen Ansätzen in Zell- und Gentherapien. Weitere Schwerpunkte sind personalisierte Medizin und moderne Diagnostik, regulatorische Rahmenbedingungen für Innovationen sowie neue Modelle für Finanzierung und Kommerzialisierung von Biotech-Unternehmen. Auch Fragen der Prävention und Langlebigkeitsforschung sollen diskutiert werden. Impulse aus der Medizin kommen dabei auch von Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité sowie von Eicke Latz, Professor für Experimentelle Rheumatologie an der Charité und Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums. Sie gehören dem internationalen Steering-Committee der Konferenz an, das die Schwerpunkte der Veranstaltung festlegt.
"Der entscheidende Fortschritt in der Medizin entsteht heute nicht allein in der Entdeckung, sondern in der Umsetzung. Die Charité versteht sich dabei als Brücke zwischen Forschung und Versorgung. Mit der bio:cap schaffen wir eine Plattform, die Akteure aus Wissenschaft, Start-ups, Industrie und Kapital gezielt zusammenbringt, um Innovationen schneller und systematischer vom Labor zum Patienten zu übersetzen – etwa in Bereichen wie Präzisionsmedizin oder KI-gestützter Diagnostik", sagt Heyo K. Kroemer.
Prof. Dr. Christopher Baum, Vorsitzender des BIH-Direktoriums und Vorstand des Translationsforschungsbereichs, wird als Speaker bei der bio:cap die Perspektive der Charité und des BIH zu Translation und klinischer Forschung einbringen. Er betont: "Biomedizinische Translation ist kein linearer Prozess, sondern ein vielschichtiges Zusammenspiel von verschiedenen Akteur:innen – und genau diese kommen auf der bio:cap zusammen. Hier diskutieren wir nicht nur über Fortschritte bei KI oder Gentherapien, sondern vor allem darüber, wie wir diese Technologien schnell, sicher und skalierbar vom Labor in die praktische Anwendung bringen, damit Patient:innen davon profitieren können. Das BIH unterstützt diesen Transfer mit gezielten Programmen, und auch die bio:cap als einen Katalysator, um Berlin international als globalen Hotspot für Life-Science-Innovationen zu etablieren."
Weiteres aus dem Programm
Zu den angekündigten Sprechern und Sprecherinnen zählen prominente Namen aus Forschung und Industrie. Erwartet wird unter anderem Chemie-Nobelpreisträger Professor Stefan W. Hell, dessen Arbeiten zur hochauflösenden Fluoreszenzmikroskopie neue Einblicke in biologische Prozesse ermöglicht haben. Für die Pharmaindustrie nimmt unter anderem Stefan Oelrich, Vorstandsmitglied der Bayer AG, teil. Ebenfalls auf dem Programm steht der Biotech-Unternehmer Dr. Rodger Novak, Pionier der Genom-Editierung und Mitgründer von CRISPR Therapeutics. Weitere Beiträge werden die Schnittstelle von Medizin, Datenwissenschaft und Unternehmensgründung beleuchten. Auch Vertreter und Vertreterinnen der europäischen Politik werden erwartet, um regulatorische Fragen für die Life-Science-Industrie zu diskutieren.
Vom Labor zur Marktreife
Das Engagement für die "bio:cap" unterstreicht nach Charité-Angaben das gemeinsame Ziel von Charité und BIH, biomedizinische Forschung schneller in medizinische Innovationen zu überführen. Die Charité steht dabei für klinische und wissenschaftliche Forschung, während das BIH mit seinen Programmen gezielt den Weg von der Idee zur Anwendung unterstützt. Ein Austausch mit der internationalen Innovations- und Investorenszene kann zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, medizinische Entwicklungen weiter voranzubringen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung "bio:cap" und zum Programm sind zu finden unter: www.biocap-europe.com
Quelle: Charité – Universitätsmedizin Berlin









